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Aus guter Familie

Leidensgeschichte eines Mädchens. Studienausgabe mit Dokumenten herausgegeben von Katja Mellmann. Bd. II: Dokumente

von Gabriele Reuter

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Verlag LiteraturWissenschaft.de (TransMIT)
Marburg an der Lahn 2006
342 Seiten
ISBN 10: 3-936134-20-0 / ISBN 13: 978-3-936134-20-9

Preis: 19,90

Der Roman wirkte, als er Ende 1895 erschien, wie ein Aufschrei und machte die Autorin über Nacht berühmt. Der zweite Band der von Katja Mellmann herausgegebenen Studienausgabe enthält eine umfangreiche Dokumentation zur aufschlussreichen Rezeptionsgeschichte des Romans.


Zum Inhalt

Gabriele Reuters Roman Aus guter Familie wurde in der Tagespresse und den Kulturzeitschriften ihrer Zeit vielfach rezensiert, darunter von den führenden Frauenrechtlerinnen des späten 19. Jahrhunderts Helene Lange und Helene Stöcker. Später war der Roman immer wieder Gegenstand literatur- und sozialkritischer Essays – von Thomas Mann, Victor Klemperer oder Sigmund Freud – und fand in die aktuellen Literaturgeschichten Eingang. Neben solchen öffentlichen Rezeptionszeugnissen enthält der Band auch private Leseeindrücke, zum Beispiel von Oskar Panizza, Arthur Schnitzler und Fanny Gräfin zu Reventlow. Abgedruckt sind weiterhin zahlreiche, zum Teil noch unbekannte Dokumente aus dem Nachlass Gabriele Reuters sowie Auszüge aus ihren eigenen Auskünften zur Entstehung und Resonanz des Romans.

Der erste Band präsentiert zum ersten Mal wieder den vollständigen Text des Erstdrucks und kommentiert ihn.

Jeder Band ist separat erhältlich.

Autorin und Herausgeberin

Gabriele Reuter wurde 1859 in Alexandrien geboren, wo die Familie bis 1872 lebte. Die ersten literarischen Arbeiten veröffentlichte sie ca. 16-jährig in Lokalblättern. Es folgten zwei konventionell geschriebene Romane mit exotischem Kolorit und einige Novellen und Skizzen, in denen Gabriele Reuter sich dem realistisch-naturalistischen Literaturideal annäherte. Mit ihrem dritten Roman Aus guter Familie , der 1895 bei S. Fischer in Berlin erschien, hatte sie ihren ersten Publikumserfolg. Im selben Jahr zog Reuter von Weimar nach München. 1897 bekam sie eine Tochter, über deren Vater nichts bekannt ist, und wechselte 1899 mit Mutter und Tochter nach Berlin. Während ihrer Berliner Zeit erlebte die erste Hausautorin Fischers einen privat eher zurückgezogenen, literarisch aber äußerst produktiven Lebensabschnitt. Weitere Bestseller wie z.B. Ellen von der Weiden (1900), Frauenseelen (1901) und Der Amerikaner (1907) folgten. 1929 zog die Siebzigjährige zurück nach Weimar, wo sie 1941 starb.

Ausführlichere Informationen bei Wikipedia.

 

Katja Mellmann war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Philologie der Universität München. Seit 2010 ist sie Dilthey-Fellow am Seminar für dt. Philologie der Universität Göttingen und seit ihrer Habilitaiton im Jahr 2014 zugleich Privatdozentin am Institut für deutsche Philologie der LMU München.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören: Literaturpsychologie, Literarische Kommunikation, deutsche Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts, Frauenliteratur um 1900, Metrik, Narratologie.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Band II: Dokumente

Einleitung

Entstehungsgeschichte 311 - Autobiographische Bezüge 313 - Rezeption 316 - Zu dieser Ausgabe 322

Dokumente

Rezensionen 327 - Spätere Anschlusskommunikationen 408 - Private Rezeptionszeugnisse 571 - Selbstäußerungen 574

Anhang

Kommentar 605

 

Die abgedruckten Dokumente

Rezensionen

  • F. in: Breslauer Morgenzeitung (1895)
  • Ernst von Wolzogen in: Das Magazin für Litteratur (1895)
  • J.V.W. in Der Bund. Eidgenössisches Centralblatt (1895)
  • Benno Rüttenauer in: Die Nation. Wochenschrift für Politik, Volkswirtschaft und Litteratur (1895/96)
  • Ina Foerster in unbekannter Quelle, o. D.
  • Josef Ettlinger in unbekannter Quelle, o. D
  • Helene Lange in: Die Frau. Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit (1896)
  • Laura Marholm in: Die Zukunft (1896)
  • Helene Stöcker in: Die Frauenbewegung (1896)
  • Hans Pauli in: Neue Deutsche Rundschau/ Freie Bühne (1896)
  • Felix Poppenberg in: Die Gegenwart (1896)
  • Unbekannter Verfasser in französischer Quelle (1896)
  • Ernst Heilborn in: Die Frau. Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit (1896)
  • Hans Olden in unbekannter Quelle (1895/96)
  • Franz Servaes in: Neue Freie Presse Wien (1896)
  • G. in: Westermanns illustrierte deutsche Monatshefte für das gesamte geistige Leben der Gegenwart (1896)
  • Margarete Lisco in: Nationalzeitung (1896)
  • Josef August Beringer in: Badische Schulzeitung (1896)

Spätere Anschlusskommunikationen

  • Friedrich Vogt und Max Koch: Geschichte der deutschen Litteratur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart (1897)
  • Ella Mensch: Die Frau in der modernen Literatur (1898)
  • Paul Bergemann: Die werdende Frau in der neuen Dichtung (1898)
  • Eugen Ehrlich: Aus guter Familie (1898)
  • Helene Simon: Zwei Bücher zur Psychologie des Weibes (1898)
  • Frieda Freiin von Bülow: Männerurtheil über Frauendichtung (1899)
  • Lou Andreas-Salomé: Ketzereien gegen die moderne Frau (1899)
  • Adolf Bartels: Die deutsche Dichtung der Gegenwart (1899)
  • Franz Servaes: Frauenromane (1899)
  • Max Lorenz: Die Litteratur am Jahrhundert-Ende (1900)
  • Emil Thomas: Die letzten zwanzig Jahre deutscher Litteraturgeschichte (1900)
  • Gertrud Bäumer: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland (1901)
  • Hermann Hölzke: Das Häßliche in der modernen Litteratur (1902)
  • August Friedrich Krause: Gabriele Reuter (1902)
  • Franz Christel: Gabriele Reuter (1903)
  • Heinrich Meyer-Benfey: Gabriele Reuter (1904)
  • Thomas Mann: Gabriele Reuter (1904)
  • Maurice Muret: Mme Gabrielle Reuter (1904)
  • Hermann Hölzke: Zwanzig Jahre deutscher Literatur (1905)
  • Heinrich Meyer-Benfey: Gabriele Reuter (1905)
  • Erich Mühsam: Gabriele Reuter (1906)
  • Hans von Kahlenberg: Gabriele Reuter und ihr Werk (1906)
  • Unbekannter Verfasser: Gabriele Reuter (1906)
  • Victor Klemperer: Gabriele Reuter (1908)
  • Hans Land: Einleitung zu einer Novellensammlung Reuters (1908)
  • Hedwig Dohm: Gabriele Reuter: Das Tränenhaus (1908)
  • Peter Squentius Vindobonensis: Gabriele Reuter (1909)
  • Grete Meisel-Hess: Die sexuelle Krise (1909)
  • Albert Soergel: Dichtung und Dichter der Zeit (1911)
  • N. Valentin: Gabrielle Reuter (1911)
  • Otto Hartwich: Der springende Punkt in der Frauenfrage (1911/12)
  • Sigmund Freud: Zur Dynamik der Übertragung (1912)
  • Hermann Hölzke: Die Deutsche Literatur von den Anfängen der Moderne bis zur Gegenwart (1913)
  • Anselma Heine: Gabriele Reuter (1921)
  • Eugenie Schwarzwald: Dreiunddreißig Jahre (1928)
  • Helene Stöcker: Gabriele Reuter. Zu ihrem siebzigsten Geburtstag (1929)
  • Helene Stöcker: Eine Dichterin und Kämpferin. Gabriele Reuter 70 Jahre alt (1929)
  • Marieluise Henniger: Thüringer Frauen-Profile: Die Dichterin Gabriele Reuter (1929)
  • Anselm Salzer: Illustrierte Geschichte der Deutschen Literatur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart (1931)
  • Marieluise Henniger: Gabriele Reuter (1934)
  • Ernst Gottlieb: Gabriele Reuter † (1942)

Private Rezeptionszeugnisse

  • Oskar Panizza an Charlotte Nisle (1896)
  • Aus dem Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler und Marie Reinhard (1896)
  • Aus dem Briefwechsel zwischen Arthur Schnitzler und Olga Waissnix (1896/1897)
  • Aus Thomas Manns Notizbuch (1897/98)
  • Fanny Gräfin zu Reventlow an Ludwig Klages (1901)

Selbstäußerungen

  • Gabriele Reuter: Mein liebes Ich. Skizze (1892)
  • Gabriele Reuter: Im Spiegel. Autobiographische Skizze (1901)
  • Gabriele Reuter: Vom Kinde zum Menschen. Geschichte meiner Jugend (1921)
  • Gabriele Reuter: Über die Entstehung meines Romans Aus guter Familie (1928)