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Ausgezeichnete Frauen

Die Nobelpreisträgerinnen für Literatur

von Simone Frieling

Frieling-Ausgezeichnete-Frauen
Verlag LiteraturWissenschaft.de
Marburg an der Lahn 2016
280 Seiten
ISBN 978-3-936134-51-3

Preis: 19,90

Alle Literaturnobelpreisträgerinnen in vierzehn Porträts: Selma Lagerlöf, Grazia Deledda, Sigrid Undset, Pearl S. Buck, Gabriela Mistral, Nelly Sachs, Nadine Gordimer, Toni Morrison, Wislawa Szymborska, Elfriede Jelinek, Doris Lessing, Herta Müller, Alice Munro, Swetlana Alexijewitsch.
Mit einem einleitenden Essay über Alfred Nobel und abschließenden Bemerkungen zum Mysterium der Auswahl in der Schwedischen Akademie.

Erschienen am: 4. Januar 2016.

„Ich habe die Portraits mit großem Vergnügen gelesen, sie sind gescheit, wohl abgewogen und sachlich.“ (Per Wästberg, Mitglied der Schwedischen Akademie, die über den Literaturnobelpreis entscheidet, in einem Brief an Simone Frieling)

"Hoch informativ und zugleich bewegend beschreibt Simone Frieling die Biographien der vierzehn Literaturpreisträgerinnen. Sie macht deutlich, wie wichtig gesellschaftliches Engagement für die von ihr portraitierten Literatinnen war und welchen großen Einluss es auf deren literarisches Schaffen hatte. Die Preisträgerinnen waren ausnahmslos Pionierinnen in beiden Feldern – all das vermittelt Simone Frieling ihren Leser_innen in ihrem neuen Buch ..." (Aviva Berlin, 3.8.2016)

"Frielings Monographie ist ein sehr kenntnisreicher, engagierter und ansprechender Beitrag zu einem wichtigen Aspekt der Geschichte des Literaturnobelpreises. Zur guten Lesbarkeit des Buches tragen u.a. die Querverweise zwischen den Kapiteln, die Skizzen rezeptionsgeschichtlicher Zusammenhänge und vor allem der gepflegte Schreibstil der Autorin bei. Das Buch wendet sich sowohl an ein breites literaturinteressiertes Lesepublikum als auch an Komparatistinnen und Komparatisten, die ihm z.B. die Frage entnehmen können, inwiefern der Literatur-Nobelpreis zur Genese einer spezifisch weiblichen Weltliteratur beigetragen hat." (Markus Winkler in Glarean Magazin, 13.10.2016)



Zum Inhalt

Im Oktober eines jeden Jahres gibt die Schwedische Akademie bekannt, wer den weltweit wichtigsten Preis für Literatur erhält. Oft ist die Wahl überraschend, zuweilen hoch umstritten und auffällig schon lange der Umstand, dass seit 1901 so wenige Frauen ausgezeichnet wurden. Selma Lagerlöf war 1909 die erste. Bis zum Ende des Jahrhunderts kamen nur acht weitere Frauen hinzu. Erst im 21. Jahrhundert stieg der Anteil der Autorinnen auf fast ein Drittel. 2015 wurde mit Swetlana Alexijewitsch immerhin die fünfte seit dem Jahrhundertbeginn mit dem Preis ausgezeichnet.

In vierzehn Porträts schildert Simone Frieling Leben und Werk aller bisherigen Literaturnobelpreisträgerinnen in ihrer Zeit und mit ihren Wirkungen. Viele von ihnen haben sich nicht nur einen Namen als Schriftstellerinnen weltliterarischen Rangs gemacht, sondern auch als politisch und sozial engagierte Persönlichkeiten. Selma Lagerlöf profilierte sich während des Ersten Weltkriegs als Pazifistin und unterstützte seit 1933 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, Pearl S. Buck setzte sich für die Versöhnung zwischen Ost und West ein, Gabriela Mistral trug maßgeblich zur Alphabetisierung Mexikos bei, Nadine Gordimer kämpfte gegen die Apartheid, Toni Morrison gegen Rassismus und Swetlana Alexijewitsch gegen die Propaganda sozialistischer Regime.

Simone Frieling leitet ihre informativen, anschaulichen und zur weiteren Lektüre anregenden Porträts mit einem Essay über Alfred Nobel ein und schließt sie mit Bemerkungen zur oft rätselhaften Entscheidungsfindung in der Schwedischen Akademie ab. Horace Engdahl, der schwedische Literaturkritiker und langjährige Sekretär der Akademie, nannte sie ein „Mysterium“.

Autorin

Simone Frieling, geboren 1957, lebt als Autorin und Malerin in Mainz. Sie veröffentlichte Erzählungen, Romane, Essays und Anthologien. 1998 erhielt sie den Martha-Saalfeld- Literaturpreis. 2006 erschien ihr Roman „Mitten im Leben“, 2010 unter dem Titel „Im Zimmer meines Lebens“ eine Reihe biografischer Porträts über Silvia Plath, Gertrude Stein, Virginia Woolf, Marina Zwetajewa und andere Schriftstellerinnen. 2012 erschien im Verlag LiteraturWissenschaft.de „Im Namen der Rosen. Vierzig blühende Phantasien über die schönste Blume der Welt“. Die von Simone Frieling seit den 1980er Jahren gemalten Ölbilder, Pastelle und Aquarelle wurden in etlichen Ausstellungen gezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Alfred Nobel

Der Erfinder, der Künstler sein wollte  5

Selma Lagerlöf

Die schwedische Magierin  21

Grazia Deledda

Die kindliche Erzählerin aus Sardinien  43

Sigrid Undset

Epikerin zwischen Katholizismus und Emanzipation  59

Pearl S. Buck

Vermittlerin zwischen zwei Welten  77

Gabriela Mistral

Diplomatin, Pädagogin und weiblicher Orpheus  95

Nelly Sachs

Dichterin des Grauens  117

Nadine Gordimer

Schreiben gegen die Apartheit  135

Toni Morrison

Die streitbare Chronistin des schwarzen Amerika  151

Wislawa Szymborska

Die Poetin der Alltagswunder 169

Elfriede Jelinek

Feministin, Provokateurin, Sprachkünstlerin  185

Doris Lessing

Die ewige Rebellin  205

Herta Müller

Der Worthunger der Heimatlosen  223

Alice Munro

Die Meisterin der kleinen Form  243

Swetlana Alexijewitsch

Die Ohren-Zeugin  259

Ein Mysterium

Die Arbeit des Nobelpreiskomitees  281

 

Danksagung 288