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Ísafold

Reisebilder aus Island. Mit einem Nachwort herausgegeben von Marion Malinowski

von Ina von Grumbkow

Ísafold
Verlag LiteraturWissenschaft.de
Marburg an der Lahn 2006
208 Seiten, 61 Abb., Klappenbroschur
ISBN 10: 3-936134-15-4 / ISBN 13: 978-3-936134-15-5

Preis: 14,80

Ísafold, die 'Eisumschlungene'. So nannte Ina von Grumbkow die raue Insel Island und ihr 1909 erschienenes Buch über eine Suchexpedition im unbewohnten Hochland. Der eindrucksvolle Expeditionsbericht, zugleich eine mythisch anmutende Geschichte von Liebe und Tod, ist unter Kennern schon lange ein Kultbuch und jetzt erstmals wieder neu aufgelegt.


Zum Inhalt

Ísafold, die „Eisumschlungene“. So nannte Ina von Grumbkow die raue Insel Island und ihr 1909 erschienenes Buch über eine Suchexpedition im unbewohnten Hochland. 1908 bereiste sie die Insel im Nordatlantik, um ihren verschollenen Verlobten, den Geologen Walther von Knebel, zu finden. Von Reykjavík aus führt ihr Ritt quer durch das zentrale Hochland, durch reißende Flüsse, an Gletschern vorbei über den gefährlichen Sprengisandur in den Norden nach Akureyri und von dort über die Lava der kalten Wüste Ódáðahraun zur Askja-Caldera, wo ihr Geliebter spurlos verschwand. Der eindrucksvolle Expeditionsbericht mit seinen bildgewaltigen Beschreibungen der isländischen Natur, der zugleich eine geradezu mythisch anmutende Geschichte von Liebe, Tod und Neuanfang erzählt, ist unter Kennern schon lange ein Kultbuch.

Die Ausgabe macht den Text von 1909, der bereits ins Isländische übersetzt wurde, erstmals wieder auf Deutsch im Buchhandel greifbar, zusammen mit über fünfzig Bildern der Originalausgabe. Das informative Nachwort der Herausgeberin Marion Malinowski klärt über die Hintergründe des geheimnisvollen Unglücks und die genaueren Umstände der Reise auf.

Stimmen und Bilder zum Buch

Stimmen zum Buch:

„Ein Zug großer und tiefer Naturbetrachtung geht durch das Buch, ganz hervorragend sind einzelne Kapitel, die die imponierende Großartigkeit der isländischen Natur eindringlich schildern. Die stundenlangen Ritte durch unendliche Einöden, über Lava und durch die Gletscherströme geben ein klares Bild von den Mühen und Entbehrungen, mit denen noch im Zeitalter des Verkehrs bei größeren Reisen in Island gerechnet werden muß. Die vielen in den Text gedruckten Abbildungen nach photographischen Aufnahmen der Verfasserin geben eine anschauliche Ergänzung zum geschriebenen Wort, während die Ausstattung des Buches eine sehr gediegene ist.“ ( Koloniale Rundschau 1910)

„Über die Ursache des Unglücks ist auch von ihrer Seite nichts Endgültiges ermittelt worden, und es wird sich wohl auch kaum je feststellen lassen. Wenn so der eigentliche Zweck der Reise nicht erreicht wurde, so ist das vorliegende Buch doch warm zu begrüßen. Außer dem Bericht über die Expedition zur Askja und den Aufenthalt daselbst bringt es die Erzählung eines vorher ausgeführten großen Rittes im Südland von Reykjanes bis zur Lakispalte, wie eines solchen über den Sprengisandur. Die Eindrücke von dem durchmessenen Lande, besonders die der Landschaft, werden in flotter Darstellung und in lebensvollen Bildern, frei von hohlen Phrasen, vorgeführt; das Kapitel vom Aufenthalt an der Lakispalte, wie das vom Ritt durch das östliche Ódádahraun zur Askja verdienen meisterhaft genannt zu werden, die von Frl. v. Grumbkows Begleiter ausgeführte Besteigung des Herdubreid ist wie die Beschreibung des Vonarskard auch wissenschaftlich beachtenswert. Gleichfalls sind die beigegebenen Abbildungen gut und geschickt ausgewählt, manche, wie z. B. von der Kolotta Dyngja, recht willkommen. So hebt sich das Buch vorteilhaft aus der im allgemeinen gerade nicht auf sehr hohem Niveau stehenden isländischen Reiseliteratur ab und wird hoffentlich nicht allzu bald wie so viele ähnliche Bücher der Vergessenheit anheim fallen.“ (Hans Spethmann, Globus 1910)

„Dem mutigen Unternehmen der Dame haben wir jedoch eine der anziehendsten und besten Reisebeschreibungen Islands zu verdanken. Diese erstreckt sich auf weite Gebiete, befaßt sich aber hauptsächlich mit geologischen und topographischen Fragen. Gleichwohl gibt die Verf. auch sehr anschauliche Schilderungen der von ihr besuchten Gegenden, sowie der Eindrücke und Strapazen ihres ganzen Reiselebens auf Island, die jeden Leser des schönen Buches fesseln müssen. Welch bewunderungswürdige Leistung einer Frau! Und dabei nichts von Übertreibung, Selbstgefälligkeit und Selbstverherrlichung, worin sich in letzter Zeit einige Verfasser von Reisebeschreibungen Islands nicht genug tun konnten.“ Jos.[eph] C.[alasanz] Poestion (Allgemeines Literaturblatt 1911)

Bilder:


 

Ina von Grumkow: "Mitternachtssonne am Hafen von Reykjavík"
(aus Ísafold)

 

Ina von Grumkow: "Der Knebel-See in der Askja "
(aus Ísafold)

Das Grabmal bzw. die Gedenkstätte von Ina von Grumkows verschollenem Verlobten
auf Fotographien der Herausgeberin aus dem Jahre 2006


Links für Islandreisende:
www.islanderlebnis.de

www.isafold.de


 

Autorin

Kurzbiographie

Viktorine Helene Natalie, genannt Ina von Grumbkow wurde am 15. September 1872 in Hamburg geboren, gestorben ist sie am 30. Jan. 1942 in der Nähe von Berlin. Ísafold war ihr Debüt als Schriftstellerin. Nach der vergeblichen Suche ihres auf Island verschollenen Verlobten heiratete sie 1912 ihren Reisebegleiter Hans Reck, der ein Freund des Verlobten und ebenfalls Geologe war. Kurz danach reiste das Ehepaar Reck nach Deutsch-Ostafrika, wo Hans Reck im letzten Jahr der berühmten Tendaguru-Expedition die Ausgrabungen leitete. Den Ersten Weltkrieg über waren sie in Afrika. Nach Kriegsende wurde Ina Reck in Daressalam acht Monate interniert und kehrte schließlich mit dem Schiff über Hamburg nach Berlin zurück, Hans Reck folgte vier Jahre später. Inwiefern Ina Reck ihren Mann auf weiteren Reisen begleitete, ist unklar. 1931 arbeitete er mit Louis Leakey in der Olduvai-Schlucht. Nach seiner vorzeitigen Pensionierung reiste er 1936/37 ohne seine Frau nach Südafrika, wo er an Herzschwäche starb. Ina Reck veröffentlichte noch zwei Berichte über die Afrika-Aufenthalte, Mit der Tendaguru-Expedition im Süden von Deutsch-Ostafrika (1924) und Auf einsamen Märschen im Norden von Deutsch-Ostafrika (1925).

Herausgeberin

Marion Malinowski studierte Neuere deutsche Literatur und Europäische Ethnologie in Marburg, arbeitet in Tübingen für verschiedene Verlage, ist journalistisch tätig und liebt neben Bilderbüchern das Reisen, nicht nur nach Island.

Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der Tafeln und Abbildungen 6

Vorwort 9

Kapitel

I. Von Kopenhagen bis Reykjavík. 19

II. Reykjanes und Krísuvík. 25

III. Am Keilir. 34

IV. Wieder in Reykjavík. 37

V. Von Galtalaekur über Löðmundur nach Sartignúpur. 44

VI. Durch die Skaptártunga nach Holt. 54

VII. Laki. 60

VIII. In der Tungná. 73

IX. Zur Kaldakvísl. 80

X. Über den Sprengisandur. 86

XI. Akureyri. 103

XII. Am Mývatn. 109

XIII. Hrossaborg. 119

XIV. Herdubreiðarlindir. 126

XV. Durch die östliche Ódáðahraun zur Askja. 136

XVI. In der Askja. 141

XVII. Durch die nördliche Ódáðahraun nach Akureyri. 169

XVIII. Auf der Poststraße. 175

XIX. Abschied von Island. 190

Nachwort 195