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Frauen-Leben

Sechzehn Erzählungen

von Simone Frieling

Cover-Frauen-Leben
Verlag LiteraturWissenschaft.de
Marburg an der Lahn 2017
106
ISBN 978-3-936134-59-9

Preis: 11,60

Simone Frielings gesammelte Geschichten aus zwanzig Jahren erzählen zumeist aus der Sicht von Frauen über Frauen: über Mütter und Töchter, Ehefrauen und Witwen, Freundinnen und Nachbarinnen. Ernst, heiter oder auch ironisch halten sie fest, was zu ihrem Leben gehört: Stille, Regen, Schnee, ein Ort, ein Ding, eine Beziehung, eine Lüge, eine Geburt, ein Tod, eine Erinnerung, ein Schmerz, ein Glück.

Das Buch ist am 6. August 2017 erschienen.


Zum Inhalt

Simone Frielings gesammelte Geschichten aus zwanzig Jahren erzählen zumeist aus der Sicht von Frauen über Frauen: über Mütter und Töchter, Ehefrauen und Witwen, Freundinnen und Nachbarinnen. Sie schildern, genau und eindringlich, aber ohne große Worte, gefährdetes ebenso wie geglücktes Leben. In seiner Eigenart wird es manchmal momenthaft, anhand einzelner Situationen, gezeigt, manchmal im großen Bogen entfaltet. Einerlei, ob die Geschichten im Ton ernst oder heiter, auch ironisch sind, bleiben sie doch immer aufmerksam für das Erleben dessen, was jeweils zu einem Leben gehört: Stille, Regen, Schnee, ein Ort, ein Ding, eine Beziehung, eine Lüge, eine Geburt, ein Tod, eine Erinnerung, ein Schmerz, ein Glück – und immer wieder, wenn auch auf unterschiedliche Weise, ein Zu-sich-Kommen.

Autorin

Simone Frieling, geboren 1957, lebt als Autorin und Malerin in Mainz. Sie veröffentlichte Erzählungen, Romane, Essays und Anthologien. 1998 erhielt sie den Martha-Saalfeld-Literaturpreis. 2006 erschien ihr Roman „Mitten im Leben“, 2010 unter dem Titel „Im Zimmer meines Lebens“ eine Reihe biografischer Porträts über Silvia Plath, Gertrude Stein, Virginia Woolf, Marina Zwetajewa und andere Schriftstellerinnen, 2012 im Verlag LiteraturWissenschaft.de „Im Namen der Rosen. Vierzig blühende Phantasien über die schönste Blume der Welt“, 2016 „Ausgezeichnete Frauen. Die Nobelpreisträgerinnen für Literatur“. Die von Simone Frieling seit den 1980er Jahren gemalten Ölbilder, Pastelle und Aquarelle wurden in etlichen Ausstellungen gezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Der Klang der Stille 5
Regen 9
Lüge 13
Der Koffer 17
Aufstellen zum Familienfoto 21
Das kleine Tier 27
Im Bauch eines Fisches 31
Gilbert 37
Schnee 47
Das Haus der Schmetterlinge 51
Migräneanfall 57
Ein Sommer in Italien 63
Geboren in Sibirien 69
Der ungebetene Gast 81
Der Schuster 89
Der Gesang der Sirene 97

Leseproben

Die ersten Jahre meines Lebens habe ich in großer Stille verbracht, aber niemals war diese Stille klanglos. Im Mutterleib hörte ich ein gleichmäßiges Rauschen, ein Ticken und Pochen, ein Zerplatzen von Bläschen und von weit her den Klang menschlicher Stimmen, als säße ich auf dem Grund eines Dorfteiches.

Nach meiner Geburt hörte ich den Atem meiner Mutter, ihr Singen und Seufzen und, wenn sie mich an die Brust legte, das vertraute Klopfen ihres Herzens. Verließ sie den Raum und ich blieb allein, setzte draußen der Regen ein, und sein leises Wassergeflüster lockte mich zum Grund des Teiches zurück.

(aus Simone Frielings Erzählung „Die atemlose Stille“)